Wie Purpose und Unternehmertum Hand in Hand gehen

03 – Wie Purpose und Unternehmertum Hand in Hand gehen

In dieser Folge meines Video Podcasts teile ich mit Dir, wie aus meiner Perspektive Purpose und Unternehmertum Hand in Hand gehen bzw. ich könnte auch sagen wie Spiritualität und Business automatisch zusammenkommen.

Spiritualität bedeutet für mich die Ganzheit meines Wesens zu erkennen – mir meiner Selbst voll und ganz bewusst zu werden – und mich in dieser Ganzheit in der Welt auszudrücken. 

Und indem ich meinem Selbst Ausdruck verleihe und bewusst für etwas Verantwortung übernehme was mir wichtig ist und wozu ich einen Beitrag leisten möchte werde ich zum Unternehmer. Ich bringe das, wer ich bin und was ich spüre, meinen Spirit und meine Seele, durch eine bestimmte Form hindurch ins Leben. Diese Form kann ein Engagement, ein Projekt oder auch ein Unternehmen sein. Das ist für mich die Definition von Unternehmertum.

Somit gehen für mich Spiritualität und Purpose mit Unternehmerschaft Hand in Hand. Jedes Business trägt den Spirit und die Seele Deines eigenen Wesens in sich. Oder anders:

„Dein Business ist der formale Ausdruck des Spirits und der Seele Deines Wesens.“

Angela Zinser

Und damit ist für mich auch jeder ein Unternehmer, der einen Bedarf erspürt und erkennt (in sich selbst und in der Welt) und sich für diesen bewusst einsetzt. Jeder der, indem er einen Beitrag leistet einen Unterschied macht und für diesen Beitrag Verantwortung übernimmt. 

Wie ist das aktuell bei Dir?

Vielleicht gibt es gerade auch in Deinem Leben etwas, was in Dir brennt, was Dich bewegt und berührt und wofür Du Verantwortung übernehmen möchtest. Vielleicht möchtest Du etwas in die Welt bringen oder ich sage gerne auch „gebären“, was Dir am Herzen liegt. Dann lade ich Dich ein, dem zu folgen und nicht auf den richtigen Moment zu warten.

„Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.“

Martin Walser

Für mich gab es nicht diesen Moment, in dem ich diese eine zündende Idee für ein neues Geschäftsmodell hatte und ich darauf basierend das People Network gegründet habe. Es war eher ein subtiler schleichender Prozess, mich selbst, meinen eigenen Schmerz und meine Sehnsucht zu erkennen und dem Leben zu lauschen, zu was es mich auffordert. Und vielleicht ist dies auch eine kleine Erleichterung für Dich. Denn Annahmen darüber, wie es bestenfalls passieren sollte führen oft dazu, dass wir selbst einfach stehen bleiben und/ oder erst gar nicht ins Gehen kommen und uns nicht gut oder ready genug dafür fühlen. Ich möchte Dich daher gerne mit auf die Reise in meine eigene Historie nehmen und Dich im besten Falle dazu inspirieren, dass die Dinge auch ganz anders und einfach zu Dir kommen können. Ebenso möchte ich Dir dazu eine simple und gleichzeitig sehr tiefgreifende Methode mit an die Hand geben, die Dir auf dieser Reise als Wegbegleiter und -bereiter dienen kann:

Der Effectuation-Ansatz:

(Quelle: https://www.effectuation.at/ueber-effectuation/prinzipien-und-prozess/)

Die Kognitionswissenschaftlerin Prof. Sara Sarasvathy hat Expert Entrepreneuren, d.h. Serien-Unternehmern mit mindestens 15 Jahren Erfahrung, beim Denken zugehört und dabei eine Logik erkannt. Diese Logik des Denkens, Entscheidens und Handelns befähigt Menschen insbesondere in ungewissen Zeiten dazu, Neues in die Welt zu bringen und die Zukunft aktiv zu gestalten. Dabei folgt Effectuation vier Prinzipien:

1) Mittelorientierung statt Zielorientierung

Anstatt Ziele festzulegen und dann Mittel und Wege finden, um die Ziele bestmöglich zu erreichen startet Effectuation bei den vorhandenen Mitteln: Wer ich bin, was ich weiß und wen ich kenne. Die Mittel bestimmen, was machbar ist.

2) Leistbarer Verlust statt erwarteter Ertrag

Anstatt sich an Zielen mit dem höchsten erwarteten Ertrag zu orientieren, orientiert sich Effectuation am leistbaren Verlust oder Einsatz/ Invest. Da sich in einer ungewissen Zukunft keine Erträge vorhersagen lassen, sollte man nur das aufs Spiel setzen, was man zu verlieren bereit ist.

3) Umstände und Zufälle nutzen statt vermeiden

Anstatt Unvorhergesehenes ausschließen und umgehen zu wollen, weil es die Zielerreichung gefährdet, sieht Effectuation den Zufall als Partner an: Es fordert auf Möglichkeiten darin zu sehen und Nutzen aus dem Ungeplanten zu ziehen.

4) Partnerschaften statt Konkurrenz

Anstatt sich gegen potenzielle Konkurrenz abzugrenzen sieht Effectuation Andere als potentielle Partner, die sich selbst selektieren basierend darauf, wer in Verbindung geht , eine Resonanz hat und sich einbringen möchte. 

Basierend auf diesen vier Prinzipien entsteht ein Zyklus, der immer wieder durchlaufen wird und indem die einzelnen Phasen immer weiter angereichert und vertieft werden. Schaue Dir meinen Video Podcast an, in dem ich Dir die Phasen anhand meiner eigenen Geschichte erkläre und Dir diese Methode näher erläutere. 

VORHANDENE MITTEL

Effectuation beginnt bei den vorhandenen Mitteln: Der eigenen Persönlichkeit:

  • Deinen Talenten, Stärken und Fähigkeiten
  • Deinem Wissen 
  • Deinen Erfahrungen, Erfolgen und Erkenntnissen sowie
  • Deinen Kontakten/ Dein Netzwerk

Die Mittel bestimmen, was machbar ist. 

Mit jedem Zyklus erweitern wir unsere Mittel.

EVOLUTIONÄRER PURPOSE

Effectuation orientiert sich weniger an Zielen sondern an einem evolutionärem Purpose: 

  • Deine intrinsische Motivation
  • Deine Werte
  • Dein Schmerz und Deine Sehnsucht (Deine Seelenaufgabe)
  • Dein Sinn als wertvoller Beitrag zu Deinem eigenen Leben und zum Leben anderer.

Der Purpose ist richtungs- und wegweisend und entwickelt sich mit jedem Zyklus weiter.

DIALOG UND INTERAKTION

In dieser Phase verbindet sich Dein Purpose mit dem, was die Welt braucht. Du erfährst die Resonanz von Anderen in Deinem Umfeld auf Deinen Purpose und wer in welcher Rolle dazu in Verbindung geht. Hier geht es um Kooperation, Partnerschaften und Unterstützung anstelle von Konkurrenz und Trennung. 

  • Resonanz Deines Umfelds zu Deinem Purpose 
  • Bereitschaft zum Mitmachen: Verbündete, Partner, Mitgestalter, Unterstützer
  • Potentielle Empfänger wie Kunden, Mentees, etc.
  • Unterstützer wie Freunde, Kollegen, Mentoren, Experten

Durch den Dialog mit all diesen Stakeholdern lernen und entwickeln wir uns gemeinsam weiter und durch gemeinsame Co-Kreation etwas gleichzeitig etwas Größeres:

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

Aristoteles

EXPERIMENTE

Effectuation fokussiert sich auf das, was wir durch unser Handeln gestalten können. Handeln bedeutet, noch vage Ideen und Optionen mittels Experimenten zu testen.

  • Aktuelle Möglichkeiten
  • Passende Optionen 
  • Experimente als Tests
  • Konkrete erste Schritte

Mit jedem Entwicklungs-Experiment sammeln wir neue Erkenntnisse, die wiederum die anderen Phasen des Zyklus anreichern.

In meinem Podcast beschreibe ich Dir diese Phasen nochmals anhand eigener Erfahrungen und erläutere Dir die Methode ausführlich.

Ich freue mich wenn Du reinhörst/reinschaust und mir Resonanz gibst!

Deine Angela 

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Weiterführende Links:

Effectuation Ansatz:

https://www.effectuation.at/ueber-effectuation/prinzipien-und-prozess

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