Wie Du Deine Glaubenssätze transformierst

04 – Wie Du Deine Glaubenssätze transformierst

Glaubenssätze sind Gedankenstrukturen, die sich häufig schon sehr früh in unserer Kindheit gebildet haben, manchmal jedoch auch erst im Erwachsenenalter über bestimmte Erfahrungen. Sie haben eines gemeinsam: In dem Moment, in dem sie entstanden, waren sie hilfreich für uns. Doch vielleicht sind sie das heute nicht mehr und Du fragst Dich, wie Du Deine Glaubenssätze verändern kannst?

Eine Methode dafür ist es einen „positiven Gegen-Satz“ zu Deinem Glaubenssatz zu bilden, der eine hohe Anziehung für Dich hat. Hier spricht man auch von Affirmationen.  

Eine Affirmation ist eine positiv formulierte Aussage, die über einen längeren Zeitraum regelmäßig wiederholt wird, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. 

Es wurde jedoch nachgewiesen, dass Affirmationen nur bei ca. 30% von uns Menschen wirken. Unser Gehirn arbeitet lieber mit Fragen als mit Aussagen, denn wenn wir unserem Gehirn eine Frage geben geht es sofort in den Suchmodus.  

Probiere es direkt einmal selbst aus: 

Sage Dir: Ich bin erfolgreich (kurze Anmerkung: Was auch immer Erfolg für Dich bedeutet ;)). 

Und jetzt frage Dich einmal eine Frage wie: Wieso bin ich so erfolgreich?  

Oder: Warum fällt es mir so leicht erfolgreich zu sein? 

Merkst Du einen Unterschied in der Wirkung? 

Wenn Du Dein System auf die Suche nach einer neuen Antwort schickst, bilden sich neue neuronale Verknüpfungen und wenn Du mit solchen Fragen durch Deinen Alltag gehst, wirken diese unterbewusst weiter und Dein System findet immer wieder weitere und neue Antworten darauf. 

Aber lass uns noch einmal zum Anfang gehen und zunächst mal einen oder mehrere Glaubenssätze identifizieren mit denen Du arbeiten möchtest: 

1. Identifikation Deiner Glaubenssätze 

Häufig finden wir Glaubenssätze in Sprichworten wie z.B.  

  • „Schuster bleib bei Deinen Leisten.“ 
  • „Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“ 
  • „Ohne Fleiß keinen Preis.“ 

Vielleicht kommen Dir jedoch auch Sätze in den Sinn, die Du in Deiner Familie oft gehört hast wie z.B.  

  • „Wenn ich es nicht selber mache, passiert nichts..“ 
  • „Wer zu spät kommt den bestraft das Leben.“ 
  • „In unserer Familie macht man so etwas nicht.“ 

Vielleicht hast Du nun direkt schon etwas im Kopf Wenn nicht, dann prüfe mal, ob Du manchmal Gedanken hast, die ungefähr so klingen:  

  • Ich kann mir … nicht erlauben. 
  • Ich bin es nicht wert …  
  • Es ist nicht sicher für mich … zu tun. 
  • Wenn ich … tue werde ich nicht mehr respektiert/ geliebt. 

Oder Du fragst Dich einfach, was Du gerade erreichen möchtest und welche Gedanken oder welcher Glaube über Dich selbst Dich daran hindern könnte. Was sagt Dein innerer Kritiker zu Dir? Welche destruktiven Gedanken hast Du über Dich selbst? Was sagst Du Dir innerlich über Dich selbst was Dich klein macht?  

2. Was steckt dahinter? Gehe tiefer! 

Wenn Du einen oder mehrere Glaubenssätze identifiziert hast frage Dich einmal was dahinter steckt: 

  • Was möchtest Du mit diesem Glaubenssatz für Dich sicherstellen? 
  • Wofür war dieser Glaubenssatz einmal gut? Wovor hat er Dich bewahrt? 
  • Welche Angst oder Sorge steckt dahinter? 
  • Was möchtest Du fühlen oder gerade nicht fühlen? 

Soweit so gut. Ich teile einmal mit Dir das bisherige Vorgehen an meinem eigenen Beispiel, um Dir daran auch den dritten Schritt zu erklären. 

Mein Glaubenssatz: 

Ich darf mich nicht an allererste Stelle stellen. 

Was steckt dahinter?  

Meine Angst ist, dass wenn ich mich an erste Stelle stelle, ich den Kontakt und die Verbindung zu Menschen verliere, die mir wichtig sind. 

Und nun kommt der springende Punkt. Nun bedarf es einer richtig guten Frage, um mein System auf die Suche neuer Antworten zu schicken.  

3. Eine gute Frage 

Doch was macht eine gute Frage aus? 

Eine gute Frage ist eine Frage, die 

  • eine Irritation des Systems hervorruft bzw. am System rüttelt 
  • einen Perspektivwechsel ermöglicht  
  • das Paradoxe integriert 
  • die Angst oder das Gefühl mit einbezieht 

Eine gute Frage für meinen Glaubenssatz: 

Wieso und wie trägt es dazu bei, dass wenn ich mich an erste Stelle stelle, die Verbindung zu anderen mir wichtigen Menschen noch wahrhaftiger und echter wird? 

Probiere das Ganze nun einmal mit einem Glaubenssatz von Dir aus. Am besten schnappst Du Dir hierfür 1-2 Freunde, denn die gute Frage wird meistens von jemandem entdeckt, der diesen Glaubenssatz selbst nicht hat und anders darüber nachdenken kann. Zudem ist es eine schöne Gelegenheit, Deine Freunde noch besser kennenzulernen ;). Am besten geht ihr reihum und nehmt Euch 20 Minuten pro Person Zeit. Wenn ihr am letzten Schritt der Frage angekommen seid achtet darauf, dass derjenige, um den es geht auch nachspüren kann, ob die Frage etwas mit seinem System macht. 

Lass die Frage wirken 

Vielleicht hast Du sogar bei meiner Frage einen Effekt in Deinem inneren System gespürt (dann könnte das ein Zeichen dafür sein, dass Du einen ähnlichen Glaubenssatz hast).  
Wichtig ist, dass Du bzw. ihr Euch Zeit nehmt und nicht einfach eine Frage nach der anderen in die Runde werft. Höre Dir eine Frage an und spüre kurz innerlich nach. Ein kurzer Moment der Irritation oder ein „Hä?“ sind willkommene Boten und Zeichen, dass das eine gute Frage sein könnte ;). Vielleicht kommen auch neue Gedanken dabei auf oder Du spürst körperlich ein Signal. Wenn Du bzw. ihr eine solche Frage gefunden habt, dann brauchst Du nichts zu tun. Lass sie einfach weiter wirken und sei gespannt welche Antworten in den kommenden Tagen und Wochen ganz automatisch auftauchen. 

Hier nochmal das Vorgehen zusammengefasst:

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.

Buddha

In meinem Video Podcast beschreibe ich Dir diese Phasen nochmals anhand eigener Erfahrungen und erläutere Dir die Methode ausführlich.

Ich wünsche Dir bzw. Euch viel Spaß beim Transformieren Eurer Glaubenssätze! Melde Dich gerne mit weiteren Fragen dazu! 

Deine Angela 

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